Zu den häufigsten Angststörungen, die unsere Teilnehmer*innen betreffen, gehören:
Panikstörung
Wiederkehrende, unerwartete, für die betroffene Person nicht erklärbare Panikattacken, verbunden mit physischen Symptomen wie z. B. Herzrasen, Atemnot, Brustschmerzen, Erstickungsgefühlen und Schwindel. Panikattacken können gemeinsam mit anderen Angststörungen auftreten. Besonders häufig treten Panikattacken zusammen mit Agoraphobie oder Sozialer Phobie auf.
Agoraphobie
Angst vor Orten oder Situationen, in denen entweder eine Flucht schwierig wäre oder keine Hilfe (z.B. von einem Arzt) zu erwarten ist. Dazu zählen beispielsweise große Plätze, geschlossene Räume, Menschenmengen, Warteschlangen, Fahrten in Bus, Zug, U-Bahn oder Auto. Agoraphobie tritt häufig in Folge von Panikattacken auf. Die Angst bezieht sich meist auf „Enge“ oder zu große „Weite“ und geht mit gefühltem Kontrollverlust bezogen auf räumliche Faktoren einher.
Generalisierte Angststörung (GAS)
Monatelang anhaltende, starke, frei flottierende Ängste und Sorgen (um sich selbst, die eigene Gesundheit, um Angehörige und deren Gesundheit usw.), Anspannungsgefühle auch bei Alltagsproblemen, meist begleitet von Schlafstörungen, Nervosität und Reizbarkeit. Eine GAS ist nicht immer leicht zu erkennen, da sich die Angst nicht auf bestimmte Auslöser konzentriert, sondern sich auf viele Bereiche ausweitet.
Soziale Phobie
Angst- und Vermeidungsreaktionen bei sozialen Anforderungen, etwa in Gegenwart anderer zu sprechen, zu essen, zu schreiben oder an Partys teilzunehmen. Die sozialen Ängste führen dazu, dass soziale Events zunehmend gemieden werden, was erhebliche Auswirkungen auf das private und berufliche Leben haben kann. Die Angst vor der (schlechten) Bewertung anderer Menschen ist dabei die Hauptangst von Betroffenen.
Spezifische Phobien
Unbegründete starke Angstreaktion gegenüber Angstobjekten wie Tieren (z.B. Spinnen, Schlangen) oder Situationen (z.B. Höhe, Flugzeuge). Auch hypochondrische Ängste (stark überhöhte Krankheitsängste und Angst vor Ansteckung) gehören zu den sog. spezifischen Phobien.
Wichtig: Die MASH bietet vorrangig Gruppen für die gängigeren Angsterkrankungen an, was zur Folge haben kann, dass Betroffene von spezifischen, seltenen Phobien in den Gruppen u.U. nicht auf Teilnehmende stoßen, die unter der gleichen Phobie leiden. Im gemeinsamen Clearing vor der Gruppenteilnahm wird abgewogen, ob eine Teilnahme trotzdem in der individuellen Situation hilfreich sein könnte.
Was sind Depressionen?
Depressionen sind gekennzeichnet durch anhaltende Traurigkeit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfung. Sie gehen oft mit Schlafstörungen, vermindertem Selbstwertgefühl und Konzentrationsproblemen einher und können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen, da auch häufig der eigene Lebenssinn nicht mehr gesehen wird. Depressionen sind behandelbar und unterscheiden sich in Schweregrad und Dauer. Betroffene tun sich oft schwer, Ihre Einstellung und Stimmung als Symptom ihrer Erkrankung zu begreifen. Medikamente, Psychotherapie und eine Selbsthilfegruppe können dabei unterstützen, aus dem Tief heraus zu kommen und wieder Spaß am Leben zu verspüren.
Wichtig: Das MASH-Selbsthilfeangebot findet ohne psychotherapeutische Begleitung statt und kann keine Krisenintervention anbieten. Deshalb ist die Teilnahme an unseren Gruppen bei akuter Suizidalität oder anderer, akuter Krisen ausgeschlossen. Wir empfehlen dringend, sich in diesen Fällen, professionelle Unterstützung zu suchen. „Gut zu wissen/ Krisenhilfe“
