Junge Selbsthilfe

Psychische Beeinträchtigungen wie Angststörungen -und/oder Depressionen treten häufig in der herausfordernden Phase des Heranwachsens und jungen Erwachsenseins auf. Diese Zeit ist geprägt von der schwierigen Suche nach dem eigenen Ich, der beruflichen Orientierung und der Abgrenzung von den Eltern. Das Bedürfnis nach Selbstfindung, Selbstwirksamkeit und Unabhängigkeit korrespondiert sehr gut mit dem Gedanken der Selbsthilfe.

Unsere jungen Selbsthilfegruppen bieten einen vertraulichen Begegnungsort für betroffene Jugendliche und junge Erwachsene.
Im offenen Austausch mit gleichaltrigen Betroffenen kann Unterstützung leichter angenommen werden. Das Miteinander in einem geschützten Rahmen entlastet und bietet die Möglichkeit, neue soziale Beziehungen einzugehen, sich zu bestärken und voneinander zu lernen.

Unsere Gruppen für junge Menschen

Die Münchner Angstselbsthilfe MASH bietet seit rund 10 Jahren eigene Selbsthilfegruppen für Betroffene von Angststörungen und/oder Depressionen ab 18 Jahren an. Dieses Angebot wird seit 2025 ergänzt durch eine Selbsthilfegruppe für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16-21 Jahren. Mit dieser sog. „Adoleszenz-Gruppe“ hat die MASH ein neues Angebot in der psychosozialen Versorgungslandschaft der Stadt München geschaffen.

Insgesamt gibt es derzeit vier Gruppen für junge Erwachsene im Alter von 18-30 Jahren und eine Gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene („Adoleszenz-Gruppe“) im Alter von 16-21 Jahren. In allen jungen Gruppen kommen Betroffene mit Angststörungen und/oder Depressionen zusammen. Wie alle MASH-Selbsthilfegruppen werden auch die jungen Gruppen von einer versierten, ehrenamtlichen Gruppenleitung begleitet.

Freiwilligkeit und Jugendschutz

Bei der Gruppenteilnahme von minderjährigen Jugendlichen wird zusätzlich das Einverständnis eines Personensorgeberechtigten benötigt. Neben der Teilnahme an einem Infotreffen findet außerdem ein gemeinsames Gespräch mit den Eltern und dem/der Betroffenen im MASH-Büro statt.

Am Infotreffen selbst nehmen die Jugendlichen ohne Anwesenheit eines ihrer Erziehungsberechtigten teil. So haben sie Gelegenheit, sich losgelöst von den Eltern zu zeigen und mit anderen Betroffenen unterschiedlichen Alters in Kontakt zu kommen.

Wichtig: Selbsthilfe benötigt für ihre Wirksamkeit Eigenverantwortung und Empowerment! Diesen Grundsatz nehmen wir sehr ernst und setzen auch bei minderjährigen Betroffenen die Freiwilligkeit und den eigenen Wunsch zur Teilnahme an oberste Stelle.