Arbeit in Selbsthilfegruppen
In derzeit 28 Gruppen treffen sich bei MASH jede Woche durchschnittlich etwa 300 Menschen mit Angststörungen und/oder Depressionen, um gemeinsam einen Weg aus ihrer Problematik zu suchen. Insgesamt haben seit 1989 tausende Menschen an unseren Gruppen teilgenommen und viele von ihnen sind soweit genesen oder können mit ihrer Problematik so gut umgehen, dass sie wieder ein normales Leben führen können. Auch Du kannst es schaffen – wenn Du aktiv wirst!
Was die Münchner Angstselbsthilfe leistet:
Unser Angebot richtet sich vorrangig an Bürger und Bürgerinnen der Landeshauptstadt München
- Selbsthilfegruppen für Betroffene von Angst und/oder Depression aller Altersstufen und in unterschiedlichen Formaten:
Unser Angebot richtet sich an Betroffene jeden Alters. Wir bieten altersoffene oder auch nach Altersstufen unterteile Gruppen an. Darunter Gruppen von 16-21 Jahre, 18 – 30 Jahre, bis 40 Jahre oder für Menschen über 60 Jahre. Dabei findet die Mehrzahl der Gruppen, zentral in den Räumlichkeiten der MASH in der Bayerstr. 77b (Nähe Hbf) statt. Drei weitere Gruppen finden dezentral in München Nord, Ost und West statt. Eine zusätzliche Online-Gruppe, die während der Corona Pandemie entstanden ist, ermöglicht es Teilnehmer*innen, die aktuell keine Präsenzgruppen besuchen können oder wollen, der wöchentlichen Gruppensitzung online beizuwohnen. Des Weiteren kann neben den Selbsthilfegesprächsgruppen auch eine Trainingsgruppe für soziale Kompetenzen, unsere Gruppe „frei sprechen“ (GGFS) von Betroffenen von sozialen Ängsten besucht werden. Neben unseren Selbsthilfegruppen runden themenspezifische Seminare, Workshops, Vorträge und Angebote zu freizeitsportlichen Aktivitäten unser Angebot und Profil im weiten Feld der psychischen Gesundheit ab.
- Informationsveranstaltungen und Vermittlung in eine passende Gruppe
Info-Veranstaltungen, zentral in unseren Räumlichkeiten in der Bayerstr., im Herzen Münchens vor Eintritt in die Gruppen dienen dazu, ein Gefühl dafür zu bekommen mit anderen Betroffenen in einem selbsthilfeüblichen Stuhlkreis zu sitzen und mehr über die Rahmenbedingungen und Ablauf der Gruppen zu erfahren. Mithilfe eines kurzen anschließenden Einzelgesprächs können individuell passende Gruppen festgehalten werden, die sich für die betreffende Person eignen (z.B. Angst; Depression; Angst und Depression; Alter etc.). Wir klären vorab die gegenseitige Erwartungshaltung und ob unsere Gruppen das passende Format sein könnte.
- Moderierte Gruppen durch Ehrenamtliche
Unsere Selbsthilfegruppen werden von erfahrenen, ehemaligen Gruppenteilnehmer*innen mit Betroffenheit in der eigenen Biografie moderiert und angeleitet. Sie erhalten bei MASH eine mehrtägige Schulung, regelmäßige Supervision und Intervision und werden durch Fachpersonal, sowie dem Büro im Hintergrund und der Gruppenkoordination unterstützt. Die Ausübung der Gruppenleitertätigkeit erfolgt auf freiwilliger bzw. ehrenamtlicher Basis und der Überzeugung und Erfahrung, dass ihnen die Teilnahme in einer MASH-Gruppe wesentlich geholfen hat.
- Junge Selbsthilfe und Adoleszenzgruppe:
Junge (Angst-)Selbsthilfe kann was!
Die Münchner Angstselbsthilfe hat derzeit vier Gruppen für junge Erwachsene (18 – ca. 30 J.) und eine Gruppe (16 – 21 J.)
NEU: Selbsthilfegruppe für Betroffene von Angst und/oder Depression im Alter von 16-21 Jahren
Adoleszenzgruppe:
Wir legen großen Wert darauf unser Angebot in diesem Bereich zu erweitern und junge Menschen auf die Themen „Angst“ und „Selbsthilfe“ aufmerksam zu machen und auch jungen Betroffenen unter 18 J. mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen.
Psychische Beeinträchtigungen wie Angststörungen und/oder Depressionen entstehen häufig in der herausfordernden Zeit des Heranwachsens. Mit unserer Adoleszenzgruppe (für Betroffene im Alter von 16-21) bietet die MASH ein neues Angebot für junge Menschen in der psychosozialen Versorgungslandschaft der Stadt München an.
Weitere Informationen finden Sie auch in unserem neuen Flyer:
Flyer-Seite einfügen!!!!!!
- Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Teilnahme an Fachtagen, Veranstaltungen und Aktionen rund um psychische Gesundheit, Austausch mit Fachkräften, Therapeuten und weiteren Selbsthilfeorganisationen
Was die Münchner Angstselbsthilfe nicht leistet:
- Therapeutische Arbeit; Psychotherapie, fachärztliche Beratung und Behandlung
Selbsthilfegruppen sind von einzel- und/oder gruppentherapeutischen Angeboten zu unterscheiden. Sie arbeiten nicht methodisch oder therapeutisch mit Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen oder Sozialpädagog*innen. Die gefühlsmäßige Annäherung der eigenen Themen, sowie der verbale Austausch darüber und die eigene Selbstermächtigung (Empowerment) durch eigenverantwortliche Partizipation und Ausprobieren neuen Verhaltens stehen im Vordergrund und wird mithilfe der (ehemalig) selbst betroffenen, ehrenamtlichen Gruppenleitungen bzw. nicht professionellen Helfer*innen auf Augenhöhe bestmöglich gefördert.
- Selbsthilfegruppen für Betroffene aus anderen psychiatrischen Formenkreisen
Die Selbsthilfegruppen der MASH richten sich an Betroffene von Angst und/oder Depression. Wesen der Selbsthilfe ist die Gleichbetroffenheit bzw. das gemeinsame soziale oder gesundheitsbezogene Thema, das alle Teilnehmenden gleichermaßen betrifft. Die Selbsthilfelandschaft ist regional und überregional weitgefächert und für jede Erkrankung oder gesundheitliche oder soziale Hürde gibt es passende Selbsthilfegruppen. Gegenseitiges Verstehen und verstanden werden beruht auf diesen gemeinsamen Schnittmengen und damit einhergehend der Wirksamkeit von Selbsthilfe. Deshalb weisen wir explizit darauf hin, dass wir für weitere psychiatrische Störungen (z.B. schwere Persönlichkeitsstörungen (u.a. Borderline, Narzisssmus), Sucht, Psychosen, Schizophrenie, Zwangsstörung etc.) keine Selbsthilfegruppen anbieten.
Selbsthilfegruppen mit anderen Themen und Schwerpunkten können u.a. hier recherchiert und erfragt werden:
Selbsthilfezentrum München:
https://www.shz-muenchen.de/gruppensuche.html
Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (bundesweit)
- Selbsthilfegruppen für Betroffene aus anderen Städten, Gemeinden und Landkreisen (nicht LH München)
Die Selbsthilfegruppen der MASH richten sich vorrangig an Bürger*innen und Bürger der Landeshauptstadt München, die von Angst und/oder Depression betroffen sind. Wir werden durch unseren Zuschussgeber – das Gesundheitsreferat der LH München subventioniert und können nur einen geringen Prozentsatz der Gruppenplätze an Nicht-Münchner*innen vergeben.
Für einige Landkreise gibt es einen weiteren Verein, der Selbsthilfegruppen zum Thema Angst in und um München anbietet:
Mutiger e.V.
Die Dt. Angst-Hilfe e.V. bietet u.a. wohnortunabhängige Online-Selbsthilfegruppen an und listet in einer digitalen bundesweiten Netzkarte themenspezifische Selbsthilfegruppen, sowie sog. Selbsthilfekontaktstellen (regionale Anlaufstellen für die Vermittlung von Selbsthilfegruppen allgemein).
https://www.angstselbsthilfe.de/angebote/dash-gruppensuche
https://www.angstselbsthilfe.de/angebote/online-selbsthilfegruppe
- Individuelle Gesundheits- oder Lebensberatung
MASH ist eine Selbsthilfeorganisation; d.h. sie bietet Unterstützung durch ihre stetig wachsenden Selbsthilfegruppen an und organisiert die Vermittlung in Gruppen und schafft bestmögliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen dafür. Sie leistet keine persönliche und individuell zugeschnittene Beratung und Aufklärung zu Angsterkrankungen oder anderen psychischen Erkrankungen. Im Rahmen unseres Kenntnisstands und Möglichkeiten können wir ggf. auch uns bekannte, passende Einrichtungen verweisen, jedoch besteht hierzu kein vollumfänglicher Beratungsanspruch. Wir empfehlen keine fachspezifischen Kliniken oder Psychotherapeut*innen und beraten nicht zu medizinischen oder pharmakologischen Behandlungen.
Aufklärungsarbeit rund um das Thema Angst wird u.a. durch die Dt. Angst-Hilfe e.V. (DASH) in vielfältigen Formaten und Medien geleistet.
https://www.angstselbsthilfe.de
- Krisenhilfe
Unser Angebot umfasst keine akuten, eigen- und/oder fremdgefährdende Akut- oder Krisenhilfe. Bei psychischen Krisen ist jederzeit verfügbare Hilfe meist unabdingbar und schnelles Handeln und professionelle Intervention notwendig. Die Krisendienste Bayern sind ein psychosoziales Beratungs- und Hilfeangebot für alle Menschen in Bayern. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 655 3000 erhalten Menschen in seelischen Krisen, Mitbetroffene und Angehörige qualifizierte Beratung und Unterstützung. Auch Fachstellen können sich an diesen Krisendienst wenden und sind täglich 24 Stunden rund um die Uhr für Sie da.
